Ratgeber · Einkommen absichern
Brauchen wir als Familie eine BU?
Wenn ihr von eurem Einkommen lebt, lautet die kurze Antwort meistens: ja. Hier erkläre ich dir, warum das so ist, wie viel Absicherung sinnvoll ist und worauf du beim Abschluss achten solltest.
Warum die Arbeitskraft so wichtig ist
Rechne einmal grob nach: Wer mit 30 Jahren 3.000 € netto im Monat verdient, bringt bis zur Rente weit über eine Million Euro nach Hause. Davon zahlt ihr Miete oder Kredit, Essen, Auto, Urlaub und die Zukunft der Kinder. Fällt dieses Einkommen weg, weil du krank wirst oder einen Unfall hast, gerät schnell alles ins Wanken.
Viele denken dabei an Unfälle auf der Baustelle. Die häufigsten Gründe für eine Berufsunfähigkeit sind aber psychische Erkrankungen, gefolgt von Rücken- und Gelenkproblemen und Krebs. Das kann also jeden treffen, auch im Büro.
Was zahlt der Staat?
Wer nach 1961 geboren ist, bekommt vom Staat keine Berufsunfähigkeitsrente mehr. Es gibt nur noch die Erwerbsminderungsrente. Die volle Rente gibt es erst, wenn du in keinem Beruf mehr als drei Stunden am Tag arbeiten kannst. Und selbst dann reicht sie meist nicht für den bisherigen Lebensstandard. Die Lücke schließt eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).
Wie hoch sollte die BU-Rente sein?
Eine gute Faustregel sind 60 bis 80 Prozent deines Nettoeinkommens. Wichtig ist, was eure Familie im Monat wirklich braucht: Fixkosten, Kredite und die Altersvorsorge, die ja weiterlaufen soll. Das schauen wir uns im Gespräch gemeinsam an.
Worauf es beim Vertrag ankommt
- Gesundheitsfragen ehrlich beantworten. Falsche oder vergessene Angaben können später den Schutz kosten. Ich helfe dir, die Fragen sauber vorzubereiten.
- Laufzeit bis zur Rente. Die BU sollte möglichst bis zum Rentenbeginn laufen, denn das Risiko steigt mit dem Alter.
- Gute Bedingungen. Zum Beispiel ein Verzicht auf die sogenannte abstrakte Verweisung: Die Versicherung darf dich dann nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den du theoretisch noch ausüben könntest.
- Nachversicherung. Bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Gehaltserhöhung solltest du die Rente ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen können.
- Früh anfangen. Je jünger und gesünder du bist, desto günstiger und einfacher ist der Abschluss.
Und wenn eine BU nicht möglich ist?
Manchmal passt eine BU wegen Vorerkrankungen oder des Berufs nicht oder wird sehr teuer. Dann gibt es Alternativen, etwa eine Grundfähigkeitsversicherung oder eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Sie leisten unter engeren Voraussetzungen, sind aber oft besser als gar kein Schutz. Was zu dir passt, klären wir gemeinsam.
Lass uns das gemeinsam anschauen
Im kostenlosen Kennenlernen klären wir in 30 Minuten, was für eure Familie wichtig ist. Am liebsten per Video, gern auch am Telefon oder vor Ort in Schönebeck und Magdeburg.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter lohnt sich eine BU?
So früh wie möglich, sobald du von deinem Einkommen lebst oder in der Ausbildung bist. Junge und gesunde Menschen bekommen den Schutz meist günstiger und mit weniger Einschränkungen. Auch für Schüler gibt es schon Tarife.
Brauche ich eine BU, wenn ich im Büro arbeite?
Ja, in den meisten Fällen. Die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind psychische Erkrankungen und Rückenleiden. Die treffen Bürojobs genauso. Bürotätigkeiten bekommen oft sogar günstigere Beiträge.
Was kostet eine BU?
Das hängt von Alter, Beruf, Gesundheit und der Höhe der Rente ab. Ich vergleiche für dich verschiedene Anbieter und zeige dir, was ein guter Schutz für deine Familie kostet, bevor du dich entscheidest.
Reicht nicht eine Unfallversicherung?
Nein. Die Unfallversicherung zahlt nur bei Unfällen. Die meisten Berufsunfähigkeiten entstehen aber durch Krankheiten. Eine Unfallversicherung kann eine sinnvolle Ergänzung sein, ersetzt die BU aber nicht.
Was ist mit Vorerkrankungen?
Auch mit Vorerkrankungen ist eine BU oft möglich, manchmal mit einem Ausschluss oder Zuschlag. Ich kann vorab anonym bei mehreren Versicherern anfragen. So sammelt sich nichts in Datenbanken an, bevor du dich entscheidest.
Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine persönliche Beratung. Welche Absicherung zu euch passt, hängt von eurer Situation ab.