Ratgeber · Haus & Wohnen

Ist unser Haus richtig versichert?

Das eigene Haus ist für die meisten Familien der größte Wert. Trotzdem sind viele Häuser zu niedrig versichert oder bei Starkregen und Hochwasser gar nicht geschützt. Hier erfährst du, worauf es ankommt.

Unterversicherung: die unterschätzte Gefahr

Die Baupreise sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Ein Haus wieder aufzubauen kostet heute deutlich mehr als vor zehn Jahren. Ist die Versicherungssumme zu niedrig, spricht man von Unterversicherung. Dann zahlt die Versicherung im Schadenfall oft nur einen Teil, und zwar nicht nur bei einem Totalschaden, sondern auch bei kleineren Schäden.

Gute Wohngebäudeversicherungen arbeiten deshalb mit einem gleitenden Neuwert und passen die Summe jedes Jahr an die Baupreise an. Wichtig ist aber, dass die Grundlage stimmt: Wohnfläche, Ausstattung, Keller, Dachgeschoss und spätere Anbauten. Wer seit Jahren nichts geändert hat, sollte das prüfen lassen.

Elementarschutz: Starkregen trifft nicht nur Häuser am Fluss

Die normale Wohngebäudeversicherung deckt Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Schäden durch Hochwasser, Überschwemmung nach Starkregen, Rückstau, Erdrutsch oder Schneedruck sind nur mit dem Baustein Elementarschutz versichert.

Hier in Schönebeck, Magdeburg und im Salzlandkreis kennen wir die Hochwasser der Elbe von 2002 und 2013. Doch auch weit weg vom Fluss kann ein heftiger Starkregen den Keller fluten. Der Elementarschutz ist ein vergleichsweise kleiner Baustein mit großer Wirkung. Ob er für dein Haus möglich ist und was er kostet, hängt von der Lage ab. Das prüfe ich für dich.

Hausrat nicht vergessen

Die Wohngebäudeversicherung zahlt für das Haus, die Hausratversicherung für alles, was darin steht: Möbel, Kleidung, Technik, Fahrräder. Auch hier gilt: Die Versicherungssumme sollte zum Wert eures Hausrats passen. Viele Tarife verzichten auf den Einwand der Unterversicherung, wenn ein bestimmter Betrag pro Quadratmeter Wohnfläche versichert ist. Und auch beim Hausrat gibt es den Elementarschutz.

Unser Haus-Check in fünf Fragen

  1. Stimmt die Wohnfläche im Vertrag noch, auch nach Ausbau oder Anbau?
  2. Ist das Haus zum gleitenden Neuwert versichert?
  3. Ist Elementarschutz eingeschlossen?
  4. Passt die Hausrat-Summe zu eurer Einrichtung?
  5. Sind Photovoltaik, Wärmepumpe oder Wallbox mitversichert?

Wenn du bei einer Frage unsicher bist, lohnt sich ein Blick in die Unterlagen. Schick mir deine Verträge, dann schaue ich sie gern durch.

Lass uns das gemeinsam anschauen

Im kostenlosen Kennenlernen klären wir in 30 Minuten, was für eure Familie wichtig ist. Am liebsten per Video, gern auch am Telefon oder vor Ort in Schönebeck und Magdeburg.

Häufige Fragen

Wie merke ich, ob mein Haus unterversichert ist?

Ein Hinweis sind alte Verträge, in denen sich Wohnfläche oder Ausstattung seit Jahren nicht geändert haben, oder eine fest vereinbarte Summe ohne gleitenden Neuwert. Sicher sagen lässt es sich nur mit einem Blick in den Vertrag. Den übernehme ich gern.

Brauche ich Elementarschutz, wenn ich nicht am Fluss wohne?

Oft ja. Starkregen kann überall Keller und Erdgeschoss fluten, auch fernab von Gewässern. Ohne Elementarschutz zahlt die Wohngebäudeversicherung solche Schäden in der Regel nicht.

Bekomme ich Elementarschutz in einem Hochwassergebiet?

Das hängt von der genauen Lage ab. In stark gefährdeten Gebieten ist er teurer oder nur mit Selbstbeteiligung möglich. Ich frage bei mehreren Versicherern an und zeige dir, was geht.

Was ist der Unterschied zwischen Wohngebäude- und Hausratversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung schützt das Haus selbst, also alles, was fest verbaut ist. Die Hausratversicherung schützt die Dinge in der Wohnung, die man bei einem Umzug mitnehmen würde.

Kann ich meine Versicherung einfach wechseln?

In der Regel zum Ende des Versicherungsjahres oder nach einem Schaden. Viele Verträge laufen zum 1. Januar. Wer wechseln will, sollte das deshalb rechtzeitig im Herbst prüfen. Ich kümmere mich dann um die Kündigung und den neuen Vertrag.

Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine persönliche Beratung. Welche Absicherung zu euch passt, hängt von eurer Situation ab.